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Sunday, August 19, 2018

ADHS


Was ist ADHS überhaupt?

Eine psychische Störung? Eine Persönlichkeitsvariante? Eine Modekrankheit? Oder gibt es die Krankheit überhaupt gar nicht?

Je nachdem, wen man fragt, erhält man unterschiedliche Antworten. Ich sage: eine psychische Störung ist erst dann eine Störung, wenn der Betroffene oder die Mitmenschen darunter leiden. Aus der Norm zu fallen ist keine Schande. Ganz im Gegenteil.

Man darf nicht vergessen, dass es immer ein wenig von den geltenden Werten in einer Gesellschaft abhängt, ob ein Mensch als psychisch gestört gilt.

Ist es also momentan gerade der Trend, dass alle Menschen in eine Schublade passen müssen oder einfach nur in der Leistungsgesellschaft zu funktionieren haben? Machen wir uns Sorgen darum, dass wir vielleicht untergehen, wenn wir es nicht schaffen mit dem Strom zu schwimmen? Sind Eltern zunehmend gestresst oder lassen sie sich möglicherweise zu schnell unter Druck setzen? Dürfen Kinder noch Kinder sein?

Nun, da muss sich jeder selbst an die Nase fassen.

Nach Definition bezeichnet ADHS eine psychische Störung, die bereits im Kindesalter beginnt und Beeinträchtigungen im Bereich der Aufmerksamkeit, Impulsivität und gegebenenfalls Hyperaktivität mit sich bringt.

 

Woran erkennt man ADHS?

  • Unaufmerksamkeit
    • schlechte Konzentration
    • leichte Ablenkbarkeit
    • Vergesslichkeit
  • Impulsivität
    • Unterbrechen und Stören anderer
    • Herausplatzen mit Antworten
    • keine Geduld haben
  • Hyperaktivität oder Hypoaktivität
    • extremer Bewegungsdrang oder phlegmatisches Verhalten
    • motorische Unruhe oder innere Unruhe
    • ständiges Laufen und Klettern oder Verträumtheit
    • Ruhelosigkeit und Getriebenheit

 

Was man bei einer ADHS Diagnose unbedingt auch tun sollte:

  • Schilddrüse untersuchen lassen
  • Blutwerte testen lassen (Vitamin D, Selen, B12, Eisen etc..)
  • In den Kühlschrank schauen
  • EEG anfertigen lassen

 

Warum ist das wichtig?

  • Schilddrüsenfehlfunktionen und Mangelerscheinungen (Vitamin D Mangel ist in unseren Breiten sehr häufig) bringen Symptome mit sich, die ADHS sehr ähnlich sind (Müdigkeit, schlechte Konzentration, Antriebslosigkeit, erhöhter Puls, aufgedrehtes Verhalten, Depressionen, Schlafstörungen, emotionale Auffälligkeiten wie Reizbarkeit oder Aggressivität)
  • Zucker, Gluten, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und andere Substanzen können Symptome verstärken oder gar erst auslösen
  • Es sollte immer geschaut werden, ob nicht andere psychische Ursachen zugrunde liegen oder Begleiterkrankungen vorliegen

 

Welche Therapiemöglichkeiten und Hilfen gibt es?

  • Verhaltenstherapien
  • Coaching
  • Neurofeedback (relativ neu
  • Nährstofftherapie
  • Eliminationsdiät
  • Autogenes Training
  • Elterntraining
  • Psychoanalyse
  • Familientherapie
  • Intervention bei schulischen Problemen
  • Nachteilsausgleich
  • Ergotherapie
  • Medikamentöse Behandlung

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