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Friday, November 16, 2018

Warum Whiskas und Pedigree keine Tiernahrung sind


Es gibt Firmen, da werden Tiere und Menschen besonders freundlich behandelt. Sie haben ihre eigenen Gehege, in denen die “Testesser” fröhlich herumtollen. Da gibt es Vitrinen mit all den wunderbar präparierten Produkten. Natürlich auch Werbung für alles, wofür großzügige Sponsorengelder fließen.

Ich rede hier von einer Firma wie zum Beispiel MARS Incorporated. Ja genau, die mit den MARS Schokoriegeln. Und wisst ihr was die außerdem noch für Produkte herstellen?PedigreeWhiskasFrolicKitekatShebaCesarPerfect Fit und Trill.Genau! Tierfutter!

Aber auch Firmen wie Nestlé, Purina, Royal Canin und die Supermarktketten mit eigenen Hausmarken rangeln sich um das große und überaus lukrative Geschäft mit den lieben Vierbeinern. Die Branche ist erfolgreich und Haustierbesitzer machen für ihre Liebsten das Geld gern locker. Hundesalons, Tierpsychologen, Tierpension und XXL Kratzbaum; alles zum Wohle der besten Freunde des Menschen.

Aber hält die Werbung, was sie verspricht? Die Tierfutterindustrie achtet sehr darauf, dass das, was da im Regal steht, nicht mit Müll in Verbindung gebracht wird. Seit jeher wurden Tieren Reste und Abfälle von Menschenmahlzeiten gegeben.  Knochen, Fleischreste, geliebte Innereien und ein bisschen Gemüse. Nichts schlimmes also. Deshalb haben wir im Supermarkt auch wunderbare Tierfutterangebote wie “Weihnachtsfestmenü mit Sauce” oder “feine Häppchen vom Lamm mit Nudeln”; das Auge isst ja schließlich mit – das menschliche Auge natürlich.

Da die großen Tierfutterhersteller auch Lebensmittelhersteller sind, fallen natürlich auch viele Abfälle an: Mehrere Millionen Tonnen Fleisch und Nebenprodukte. Dies wiederrum lässt uns zu einem Entsorgungsproblem kommen. Aber das ist leicht gelöst, wenn man es gleich in das rentable Geschäft der Tierfutterherstellung steckt. Versucht man dann allerdings herauszufinden, welcher Abfall in welchem industriellen Produkt landet, stellt man sehr schnell fest, dass der Hase da irgendwo im Pfeffer begraben liegt. Bei allen industriellen Produkten, egal ob für Tier oder Mensch, gibt es ein recht einfaches Gesetz, das man sich merken kann: Das was sichtbar ist, ist nicht die Wahrheit.

Darauf möchte ich näher eingehen und ein paar Beispiele nennen. Zum einen die anfallenden Fleischabfälle wie Lunge. Erstaunlicherweise ist selbst dieser Abfall aus der Lebensmittelindustrie  nur mit Glück zu einem nennenswerten Anteil in der Futterdose. Dann hätten wir da noch pulverisierte Knochen, Tiermehl, Nägel, Hufe, Fell und ähnliches aus der täglichen Massenproduktion und sogar Fäkalien über. Aber dennoch ist der Hauptbestandteil der meisten Tierfuttersorten Getreide! Waren Hunde und Katzen nicht Fleischfresser? Tierfutter mit viel Getreide fressen am ehesten noch die Kanarienvögel.

Zu diesem nicht artgerechten „Futter“ gesellen sich dann noch Verdauungsenzyme hinzu, damit das Tier es überhaupt verdauen kann. Außerdem Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Geruchsstoffe, weil keine Katze das Zeug sonst überhaupt anrühren würde. Dazu dann natürlich noch Zucker und Suchtstoffe, die üblichen Koservierungsmittel und was an Vitaminen und Mineralstoffen nicht drin ist, kann ja zugegeben werden. Fertig ist ein Tiermenü. Die Zusatzstoffe sind dazu meistens noch hoffnungslos überdosiert. Füttert man so einen Energiecocktail zum Beispiel einem Welpen, kann es schon mal passieren, dass dieser zu schnell wächst und an Gewicht zulegt. Die Knochen freuen sich, die Gelenke auch und ein paar Jahre später haben wir einen wunderbaren Hund, der sich vor Rheuma und Schmerzen nicht mehr bewegen kann. Wenn man sich die Inhaltsangaben auf der Rückseite von Futterdosen ansieht, die im Supermarkt stehen, so findet man immer als erstes die Zutat Getreide als größten Mengenanteil. Schaut man nach dem Fleischanteil, findet man eine Angabe von 4 % und das sind dann Fleisch UND tierische Nebenerzeugnisse; naheliegend eher mehr Letzteres. Und so ist an dem Futter, das für fleischfressende Haustiere beworben wird, das Fleisch nur daran vorbeigelaufen. Lest es bei eurem nächten Einkauf selbst nach.

Aber was sind nun die Folgen dessen, den Tieren jahrelang Müll zu füttern? Nun in den meisten Fällen ein kurzes Leben und eine lange Tierarztrechnung. Hierzu mal eine Liste:

  • Verkürzte Lebenserwartung
  • Knochen- und Gelenkprobleme
  • Allergien
  • Stumpfes Fell
  • Haarausfall
  • Ekzeme
  • Blasensteine
  • Nierensteine
  • Diabetes
  • Durchfall
  • Krebs
  • Schilddrüsenfehlfunktionen
  • Mundgeruch
  • Hyperaktivität (Kennt man das nicht auch von Kindern?!)
  • Leberprobleme
  • Nierenversagen (sehr häufig bei Katzen)
  • Übergewicht

Ich könnte die Liste noch um einiges ergänzen. Katzen und Hunde sind keine Menschen. Ihr Verdauungssystem ist nicht dafür ausgelegt, so viel Getreide zu verwerten. Oder die Mengen an Chemie. Oder die zugesetzten, überdosierten Mineralstoffe und Vitamine. Es bringt den Stoffwechsel durcheinander, zerstört den pH-Wert des Körpers und kann irreparable Schäden im Verdauungssystem hervorrufen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ist nicht notwendig, dass Hunde schon mit 10 Jahren oder jünger sterben müssen. Selbst große Rassen können das zwanzigste Lebensjahr erreichen, wenn man sie nicht aufgrund von Müllfütterung eines frühen Todes sterben lässt. Haben das unsere treuen und loyalen Gefährten verdient?

MERKE: Im Supermarkt gibt es KEIN Tierfutter!

Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnen, dass auch unsere Nutztiere bevorzugt mit fraglichem Futter, sprich Getreide oder Soja, gefüttert werden. Dabei steht es in direkter Konkurrenz zur Ernährung der Menschen (wie der Biosprit auch), aber das ist noch nicht einmal der springende Punkt. Eigentlich möchte ich daran erinnern, dass zum Beispiel Rinder waschechte Grasfresser sind. Eigentlich sind Rinder nicht unsere Futterkonkurrenten, aber sie werden dennoch mit Getreide und Soja vollgestopft, um die Hochleistungen (Wachstum oder Milchproduktion) erbringen zu können. Es muss ja immer mehr Leistung erzielt werden, um noch wirtschaftlicher zu werden – aus Sicht der Unternehmen. So ist die Milch aufgrund der Dauerschwangerschaft der Hochleistungskühe mit hohen Hormonanteilen belastet, was vor allem für Frauen ein starkes Brustkrebsfördermittel darstellt.

Aber der springende Punkt ist, dass Rinder genau wie Hunde und Katzen nicht dafür ausgelegt sind, Getreide oder Soja zu verdauen. Durch diesen Prozess entstehen im Magendarmtrakt von Rindern sehr aggressive Bakterien. Werden diese mit dem Fleisch verzehrt, führt das zum  Glück nur zu leichten Erkrankungen wie dem Tod, vor allem  bei Kindern. In den USA ist das nicht einmal so selten. Ich empfehle hierzu gern den sehr guten Dokumentarfilm “Food, Inc.”.

 

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