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Sunday, August 19, 2018

Eine Kampagne gegen Hass und die absurde Löschpolitik von Facebook


Nippel statt Hetze.

 

Das Internet und die sozialen Netzwerke haben uns alle näher zusammenrücken lassen. Informationen verbreiten sich leichter und schneller und zugleich nehmen die Hemmungen ab.

Das Gebaren im Netz enthüllt oft mit Schrecken, was viele Menschen tatsächlich denken und sonst nie aussprachen. Besonders seit Europa von einer lange nicht mehr dagewesenen Flüchtlingswelle erfasst wird, verbreiten sich Hassbotschaften, Rassimus, Volksverhetzung und antisemitische Botschaften wie nie zuvor. Viele der Menschen, die darüber schimpfen, dass die Meinungsfreiheit beschränkt wird, die Medienberichterstattung einseitig ist und die Demokratie zugrunde geht, vergessen vor allem am liebsten zwei der wichtigsten demokratischen Grundsätze:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Europäische Menschenrechtskonvention:

Artikel 14
Diskriminierungsverbot

Der Genuss der in dieser Konvention anerkannten Rechte und Freiheiten ist ohne Diskriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status zu gewährleisten.

Nun ist Facebook einer der größten Umschlagplätze des Teilens und damit auch ein Magnet für alle, die schon immer mal ungeniert und konsequenzfrei sagen wollten, was sie denken.

Nicht wenige der hetzerischen Postings verstoßen gegen geltendes Europäisches Recht und die Grundrechte der Mitgliedsstaaten. Die Staatsanwaltschaft hat auf einige bereits reagiert und Strafen verhängt. Facebook jedoch hält sich zurück. Postings und Profile, die wegen fragwürdiger Inhalte und Kommentare gemeldet werden, dürfen oft unbehelligt weiter hetzen. Die anonymen Melder bekommen nur eine freundliche Botschaft, dass die Inhalte nicht gegen die Gemeinschaftsrichtlinien von Facebook verstoßen.

Doch der öffentliche Druck nimmt zu. Mit der Aktion „Nippel statt Hetze“ hat der Fotograf Olli Waldhauer sich dem Problem auf provokante Art angenommen.

Dass dem amerikanischen Konzern die Prüderie wichtiger ist als Menschenrechte, findet der Fotograf absurd. Er lud das Foto einer barbusigen Frau in das Netzwerk hoch. Sie steht hinter einem Mann, der ein Schild mit der Aufschrift „Kaufft nicht bei Kanaken.“ trägt. Die Aussage des Fotos: Eine dieser Personen verstößt gegen die Regeln von Facebook.

NippelStattHetze-1

Er lud das Foto einige Male hoch und immer wurde es wieder nach kurzer Zeit gelöscht. Aber nicht etwa wegen des Textes auf dem Schild, sondern wegen der nackten weiblichen Brüste.

Im Netz war die Aktion jedoch ein großer Erfolg und zog viel Feedback nach sich. Daher ist der Käse noch lange nicht geschnitten. Danke Olli Waldhauer.

Unterstützt doch die Aktion „Nippel statt Hetze“ unter dem Hashtag #NippelstattHetze und ladet sein Bild ebenfalls bei Facebook hoch.
Downloadlink:

Nippel statt Hetze

 

 

Models: Leila Lowfire & Matthias Weidenhöfer
Hair & MakeUp: Sarah Bleszynski
Photo by Olli Waldhauer

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